Was es bedeutet

Oberlehrer nennt man jemanden, der ständig belehrt, verbessert und mit erhobenem Zeigefinger durchs Gespräch stapft. Wie ein Lehrer, nur ohne Pausenklingel. Das Wort kommt tatsächlich aus dem Schulbetrieb, früher war das eine offizielle Bezeichnung für ranghöhere Lehrer. Heute ist es eher ein liebevoll-genervtes Schimpfwort für Klugscheißer mit Regel-Fetisch. Und ja, sie haben oft recht, nervt trotzdem.

Verwendungsbeispiele

"Wir planen entspannt den Trip, da kommt Ben und korrigiert jede Kleinigkeit im Gruppenchat. Lisa: Boah, lass den Oberlehrer, wir schaffen das schon."
"Spiel hier nicht den Oberlehrer, wir wissen selbst, wie man das macht."
"In jeder Diskussion kommt sofort der Oberlehrer raus und korrigiert jede Kleinigkeit."
"Kaum sagt einer was im Meeting, grätscht Timo rein und erklärt erstmal die korrekte Definition. Richtiger Oberlehrer, ey."
"Beim Grillen wollte er sogar erklären, wie man Würstchen richtig wendet. Da war sofort klar, wer heute den Oberlehrer spielt."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Abwertend

Woher es kommt

Oberlehrer war im deutschen Schulwesen tatsächlich mal ein offizieller Titel für höhergestellte Lehrer, vor allem an höheren Schulen. Später hat sich das Wort vom Amtston gelöst und ist als spöttische Alltagsbezeichnung gelandet. Heute meint man damit Leute, die dauernd belehren, korrigieren und geschniegelt recht haben wollen.

Andere Arten, es zu sagen

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