Was es bedeutet
Bezeichnet jemanden, der überkorrekt, engstirnig und komplett regelverliebt durchs Leben marschiert. Alles muss nach Vorschrift laufen, der Rasen wird mit Lineal kontrolliert und die Mülltonne steht geschniegelt wie zur Parade. Kommt ursprünglich vom Spießbürger und ist heute ein genervtes Urteil für Leute, die überall Ordnung sehen und dabei jedem die Laune glattbügeln.
Verwendungsbeispiele
"Der Typ im Hausflur schreibt mir ’nen Zettel, weil meine Schuhe zwei Zentimeter vorm Regal stehen, macht noch ein Foto dazu. Ich so: Alles klar, König der Spießer."
"Die Nachbarn sind solche Spießer, sie beschweren sich schon, wenn ein Grashalm über die Beetkante ragt."
"Sei kein Spießer und komm einfach in Jeans, das ist eine Gartenparty, kein Staatsempfang."
"Boah, lass doch einmal fünf gerade sein, du klingst ja schon wie der Endgegner unter den Spießern."
"Er hat ernsthaft die Musik leiser gemacht, bevor überhaupt jemand gemeckert hat. Komplett Spießer-Alarm."
Woher es kommt
Spießer kommt aus dem älteren Wort Spießbürger. Damit meinte man erst Bürger, die im Ernstfall mit dem Spieß die Stadt mitverteidigten. Später wurde daraus ein Spottwort für kleinbürgerliche Leute, die an Ordnung, Anstand und Regeln kleben und dabei oft engstirnig rüberkommen.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in