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Was es bedeutet

Die altmodische Vollform des Spießers: der biedere, selbstgefällige Bürger, der nur an Besitz, Ansehen und Ordnung denkt und alles Neue oder Anstößige misstrauisch beäugt. Einst der wehrhafte Bürger mit dem Spieß, heute das Schimpfwort für die enge, satte Gemütlichkeit hinter zugezogenen Gardinen.

Verwendungsbeispiele

"Mit seiner Angst vor allem Fremden ist er ein Spießbürger wie aus dem Bilderbuch, Hauptsache die Hecke ist gerade geschnitten."
"Er regt sich über jede Kleinigkeit der Nachbarn auf, ein echter Spießbürger."
"Sei kein Spießbürger, lass die Leute feiern und reg dich nicht über den Lärm auf."
"Typischer Spießbürger, erst meckern, dass die Musik zu laut ist, und dann durchs Fenster Kontrollblick auf den Hof werfen."
"Wenn einer bei jedem bisschen Unordnung gleich Schnappatmung kriegt, ist das schon hart Spießbürger-Vibes."
Tonfall
Ironisch Abwertend
Wo man es sagt

Woher es kommt

Historisch steckt da wirklich der Bürger mit dem Spieß drin, also der bewaffnete Stadtbürger aus dem Mittelalter. Später bekam das Wort einen spöttischen Dreh. Heute ist Spießbürger kein Held der Stadtmauer mehr, sondern der Inbegriff von engem Kopf, Besitzstolz und ordnungssüchtiger Gardinenmentalität.

Andere Arten, es zu sagen

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