Ein Bestiarium der Redensarten
Schwein haben, Pechvogel, innerer Schweinehund. Alle Tiere, die das Deutsche für seine Sprüche hält.
"Der letzte Bus war schon weg, aber dann hat mich ein Nachbar mitgenommen. Da hab ich echt Schwein gehabt."
"Der innere Schweinehund hat mich heute früh besiegt, statt zum Training bin ich nochmal ins warme Bett gekrochen."
"Aufm Schulhof vorm Dreier: Trau dich. Ich: Nee, heute nicht. Er: Ey, Bruder, Hasenfuß. Ich: Nenn’s so, ich nenn’s Überlebensinstinkt."
"Alle standen schon am Zehnerbrett, nur Tim hat wieder zurückgesetzt. Leon ruft: Komm schon, Angsthase, einmal springen, dann gibts Pommes!"
"Ich hab Bärenhunger, mein Magen macht hier schon Polka. Mach irgendwas Warmes, Pasta, Döner, Kartoffeln, egal. Wenn’s länger dauert, knabber ich gleich die Tischkante an."
"Im Büro brennt die Hütte, alle rennen rum, und Jana sippt nur ihren Kaffee: Chef, ich hab Bärenruhe, wir kriegen das hin."
"Dein Vortrag war bärenstark, sogar der Chef hat gelächelt. Danach hat der Kaffee so gekickt, dass ich freiwillig noch den Abwasch gemacht hab."
"Keine Sorge wegen der Möbel, der Nachbar ist stark wie ein Ochse und hilft uns."
"Ich speicher die Präsentation und erwisch natürlich Löschen. Chef starrt mich an, alle seufzen: Ochse, jetzt darfst du den Kram nochmal zusammenklicken."
"Wie der Chef dahin kam? Ochsentour: erst Lager, dann Außendienst, dann Teamleitung. Kein Vitamin B, nur Nachtschichten, Kantinenkaffee und jahrelang Zähne zusammenbeißen."
"Unsere Chefin ist ein echtes Arbeitstier, sie war vor allen da und hat nach Feierabend noch das halbe Lager umgeräumt."
"Als Nachteule habe ich die Doku um drei Uhr fertig geschaut und dann verschlafen den ganzen Vormittag."
"Mir ist heute dreimal der Bus vor der Nase weggefahren, dann hab ich meinen Schlüssel im Klo versenkt. Kollege nur so: Du bist echt ein Profi-Pechvogel, Alter."
"Erst kippt ihm die Suppe über den Laptop, dann lässt er den Schlüssel stecken und verpasst den Bus. Wir so: Du bist echt ein Unglücksrabe."
"Im Büro fragt einer, warum der Kaffee nach Brühe schmeckt. Alle starren. Der Spaßvogel aus dem dritten Stock: War nur ein Experiment. Chef: Feierabend-Experiment."
"Samstag, 7 Uhr, Regen, und Kevin steht mit Rucksack im Flur: nur kurz raus. Zwei Stunden später stapfen wir durch Matsch, er grinst: Na, Wandervogel."
"Nachbarin: Wo steckt ihr im Januar? – Wir sind doch Zugvögel, hocken auf Gran Canaria, bis daheim wieder T-Shirt-Wetter ist."
"Meine Mutter ist so eine Glucke, ich bin dreißig und sie schreibt trotzdem jeden Abend, ob ich auch warm angezogen bin."
"Ich leg die Schoki oben aufs Regal, zehn Minuten später ist sie weg. Meine Schwester grinst nur: Tja, die Naschkatze war wieder unterwegs."
"Mein Stubentiger hat nachts um drei den Flur patrouilliert, dann die Zimmerpflanze umgehauen und sich aufs Sofa gekrallt. Fünf Kilo Flausch, aber König vom Dschungel."
"Im Meeting brennt die Hütte, aber Tom formuliert wieder auf Zehenspitzen: Könnten wir vielleicht… Ey Samtpfötchen, sag einfach, der Plan ist Murks!"
"Nach der Hochzeit hatte ich so einen Kater, dass ich den halben Sonntag im abgedunkelten Zimmer mit einer Cola überlebt habe."
"Um zehn sitzt er vorm Kaffee, Handy voller peinlicher Sprachnachrichten, Kopf wie Presslufthammer. Er schwört auf Wasser und Brot. Seine WG: Klassischer Katzenjammer."
"Kaum steht das erste Bier, bestellt Tom schon das nächste. Der Wirt grinst: Na, Schluckspecht, wieder Durst wie ein Loch?"
"Tante Erna hat drei Obstler intus und erzählt zum vierten Mal die Camping-Story. Opa nuschelt: Unsere Schnapsdrossel, und es ist nicht mal Kaffeezeit."
"Chef labert was von Effizienz, und Timo plappert’s direkt im Meeting nach, als wär’s seine Idee. Alle gucken nur und denken: okay, Papagei."
"Der Wetterfrosch meinte Sonne, ich geh ohne Jacke raus, fünf Minuten später Hagel. Jetzt steh ich klatschnass an der Haltestelle und fluche."
"Im Flur hüpft’s und knallt, alle ducken sich. Chef brüllt: Wer hat den Knallfrosch reingeschmuggelt? Azubi zeigt auf den Böller und auf Kevin, passt beides."
"Im RE knallt Jana schon das nächste 800-Seiten-Brett durch. Ich flüster: Du bist echt ’ne Leseratte. Sie hebt nur den Finger: Psst, Cliffhanger."
"Der kleine Wadenbeißer in der Redaktion findet an allem etwas auszusetzen."
"Als Windhund springt er von Job zu Job und bleibt nie."
"Kommst du mit der Bahn? – Quatsch, ich nehm den Drahtesel. – Es schüttet! – Egal, Regenjacke an, dann sind wir in zehn Minuten da."
"Am Wochenende schwinge ich mich aufs Stahlross und kurble dreißig Kilometer am Fluss entlang, Wind im Gesicht und Kopf frei."
"Im Supermarkt packt Kevin den Kasten Wasser, den Sack Kartoffeln und noch Mamas Handtasche. Sie grinst an der Kasse: Unser Packesel läuft heute wieder."
"Astronomie-Test morgen, ich verwechsel immer die Planeten. Also: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere Nachbarn. Klingt dumm, sitzt aber, und ich räum ab."
"Ich wollt nur ummelden, Nummer ziehen, drei Stunden warten. Dann kommt: Kästchen 7b fehlt, bitte alles neu. Amtsschimmel, ich geh rückwärts wieder raus."
"Der Chef droht jedes Mal mit Abmahnung, aber es passiert nie was. Nach der fünften Ansage hab ich nur gelacht: reiner Papiertiger."
"Karin guckt übern Zaun: Die lässt den Kleinen allein im Garten spielen. Ich so: Mit Sandkasten und Apfelsaft. Karin: Na, Rabenmutter. Ich: Nee, einfach Mittwoch."
"Tim fragt beim Abendbrot, wo das Baby herkommt. Mama: Vom Klapperstorch. Tim rennt ans Fenster: Dann gib dem Vogel die Adresse, sonst verläuft er sich."
"Warte auf den Bus, oben nur Schäfchenwolken. Ich sag zu Kevin: Heute sieht der Himmel aus wie ’ne Schafweide, da kann man kurz abschalten."
"Beim Meeting wippt Tom mit dem Bein wie ein Presslufthammer. Chef sagt: Setz dich. Tom: Keine Chance, ich hab Hummeln im Hintern, ich muss kurz raus."
"Heute im Büro wie ein Ameisenhaufen: Drucker piept, alle schießen hin, tuscheln hektisch, und am Ende war’s nur Kevins einzelnes Formular."
"Ich wollte nur Nudeln kaufen, aber Lea hat schon wieder den ganzen Einkaufswagen voll Konserven. Sie grinst nur: Eichhörnchentaktik, Schatz, man weiß nie."
"I hab dem Preißn gsagt, er soll amoi Oachkatzlschwoaf sagn, und der hat so a Gsicht gmacht, als hätt eam wer in Fuaß eigtreten."
"Wir chillen im Park, ich feier das Wetter, und er fängt sofort an: zu hell, zu warm, sogar meine Chips sind ein Problem. Streithammel."
"Kaum kriegt er Kritik vom Chef, drückt er auf Drama und heult los. Fünf Minuten später lacht er wieder und bestellt Pizza. Krokodilstränen eben."
"Steh an der Kasse, Karte schon in der Hand, und such trotzdem panisch mein Portemonnaie. Mein Kumpel: Alter, Spatzenhirn, das steckt in deiner Jackentasche."
"Boah, Affenhitze heute, 32 Grad, die U-Bahn ist Sauna. Ich steh am Gleis und überleg ernsthaft, ob ich mir nen Ventilator to-go gönn."
"Der ballert mit Affenzahn durch die 30er-Zone, ich wink nur ab: Bruder, Baustelle. Er grinst und sagt, er hat’s eilig."
"Nur weil ich die falsche Tasse genommen hab, gibt’s hier Drama deluxe. Komm runter, du Zicke, ich spül dir jetzt sogar die richtige."
"Ey, was ist das für ein Outfit, Bruder? Links Jogger, rechts Omas Mantel, oben Glitzerhut. Du siehst aus wie ’ne Vogelscheuche vom Flohmarkt."
Stimmen des Volkes
Theorie ist ja schön und gut, aber was uns wirklich abgeht, ist Menschen in ihrem natürlichen Flow zu hören. Wenn du einen guten aus deiner Gegend kennst, bring ihn. Und wenn er schon da ist, gib ihm deine Stimme. Die Klangkarte bauen wir gemeinsam.
Finde deinen Ausdruck und gib ihm deine Stimme