Was es bedeutet
Drahtesel ist die liebevoll-ironische Bezeichnung fürs Fahrrad, ein bisschen oldschool und klingt nach Opa mit Mütze. Gemeint ist einfach der treue Bock, der dich ohne Sprit durch Stadt und Dorf schiebt. Das Bild kommt vom schlanken Metallrahmen, der wie ein Drahtgestell wirkt. Wird gern benutzt, wenn man sein Rad wie ein Haustier behandelt.
Verwendungsbeispiele
"Kommst du mit der Bahn? – Quatsch, ich nehm den Drahtesel. – Es schüttet! – Egal, Regenjacke an, dann sind wir in zehn Minuten da."
"Mein alter Drahtesel quietscht bei jeder Umdrehung, aber er bringt mich seit fünfzehn Jahren zuverlässig ins Büro."
"Ich stell den Drahtesel kurz vorm Späti ab, bin gleich wieder da, also fass bloß keiner mein Licht an."
"Der Akku vom Handy war tot, die Bahn hatte Stress und am Ende hat mich nur noch mein Drahtesel sauber nach Hause gerettet."
"Ich hab keinen Bock auf Parkplatzsucherei, ich schnapp mir einfach den Drahtesel und roll rüber."
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Woher es kommt
Drahtesel ist im Deutschen seit dem frühen 20. Jahrhundert belegt. Das Wort baut das Fahrrad als spaßiges Reittier zusammen aus Draht für Speichen und Gestänge und Esel als zähem, treuem Lasttier. Genau deshalb klingt es bis heute nach Alltagsrad, ein bisschen knarzig, aber sympathisch.
Andere Arten, es zu sagen
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