Was es bedeutet
Papiertiger nennt man etwas, das groß brüllt, aber null Biss hat: Regeln, Drohungen oder Gesetze, die auf dem Papier mächtig wirken, in echt aber niemanden beeindrucken. Der Ausdruck wurde durch Mao Zedongs Begriff paper tiger international bekannt und hängt seitdem auch im deutschen Politik- und Behördenjargon rum. Perfekt, wenn viel Theater gemacht wird und am Ende nichts passiert.
Verwendungsbeispiele
"Der Chef droht jedes Mal mit Abmahnung, aber es passiert nie was. Nach der fünften Ansage hab ich nur gelacht: reiner Papiertiger."
"Die Drohung war ein Papiertiger, am Ende ist gar nichts passiert."
"Die neue Hausordnung klingt erst mal wild, aber ohne Kontrollen ist das doch auch nur ein Papiertiger."
"Alle hatten Schiss vor der angekündigten Strafe, und dann war's wieder derselbe Papiertiger wie immer."
"Der neue Sicherheitskram im Club klang erst nach Endgegner, aber ohne Leute an der Tür war das am Ende nur ein Papiertiger."
Woher es kommt
Papiertiger ist die deutsche Lehnübersetzung vom chinesischen 纸老虎, also paper tiger. Richtig bekannt wurde der Ausdruck international durch Mao Zedong, der so Gegner bezeichnete, die riesig und furchteinflößend wirken, aber unterm Strich wenig echte Macht haben. Im Deutschen sitzt das Wort heute fest in Politik, Medien und Alltag.
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