Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Zach heißt einfach mühsam, zäh und nervig. So ein Ding, das sich zieht und dir langsam die Lebensfreude aus den Schuhsohlen schabt. Ein zacher Tag rennt nicht, der schleppt sich. Eine zache Partie kostet Nerven. Sagt man dauernd in Österreich, oft beim Granteln, aber auch ganz liebevoll-genervt.
Verwendungsbeispiele
"Oida, heut war so zach, drei Meetings, ka gscheiter Kaffee, und die BIM fährt mir vor der Nasn weg. I sperr mi jetzt ein."
"Die Besprechung war so zach, dass ich dreimal auf die Uhr geschaut habe, bevor überhaupt zehn Minuten um waren."
"Der Aufstieg war ganz schön zach, steil und endlos, aber die Aussicht oben hat am Ende alles wettgemacht."
"Boah, der Montag war brutal zach, nix ist weitergangen und um drei hab ich schon innerlich gekündigt."
"Das Referat war erst zach, aber hinten raus ist es dann eh noch locker geworden."
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Woher es kommt
Zach ist die bairisch-österreichische Lautform zu zäh. Gemeint war ursprünglich etwas, das nicht locker nachgibt, sondern hartnäckig widersteht. Von dieser Idee aus ist das Wort im Alltag auf alles gewandert, was sich zieht, Kraft frisst oder einfach mühsam daherkommt, also Arbeit, Gespräche, Tage oder Wege.
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