Stimmen von der Straße
"Mitziehen. Mitziehen bedeutet, dass man bei etwas mitmacht, worauf man eigentlich überhaupt keine Lust hat. Beispiel, meine Tante wollte letztes Wochenende mit mir wandern gehen, worauf ich überhaupt keinen Bock hatte. Sie hat mich aber dann letztendlich doch überredet und ich bin dann mitgegangen."
"Mitziehen heißt, sich der Stimmung anzupassen. Am Anfang war ich gar nicht so motiviert, rauszugehen, aber alle waren so gut drauf, dass ich einfach mitgezogen bin. Und am Ende war ich sogar der, der am längsten bleiben wollte. Passiert öfter, als man denkt."
Was es bedeutet
Mitziehen heißt, du warst erst auf Bremse und machst dann doch mit, weil die Runde, die Stimmung oder der Plan dich mit reinzieht. Kann locker und positiv sein, wenn daraus noch ein starker Abend wird. Kann aber auch kritisch klingen, wenn jemand einfach der Masse hinterherlatscht statt selbst zu überlegen.
Verwendungsbeispiele
"Ich wollte nur kurz auf ein Bier, aber alle hatten so Laune, dass ich mitgezogen bin und am Ende als Letzter noch Döner geholt hab."
"Eigentlich wollte ich früh ins Bett, aber alle hatten so gute Laune, dass ich mitgezogen bin und wir bis in die Nacht Karten gespielt haben."
"Ich hatte erst null Energie, aber die anderen waren so auf Sendung, dass ich am Ende komplett mitgezogen hab."
"Er wollte nur eine Stunde bleiben und plötzlich hat er bei allem mitgezogen, vom Kioskstopp bis zur letzten Runde am Späti."
"Ich war erst komplett auf Nee eingestellt, aber dann haben alle so rumgefeuert, dass ich doch mitgezogen hab."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Bildlich, dass man im Zug der anderen mitgeht, mit der Strömung statt dagegen. Aus dem gemeinsamen Ziehen wurde das Mitmachen, wenn die Stimmung der Gruppe einen einfach ansteckt.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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