Was es bedeutet

Hasenfuß heißt einfach Feigling. So nennt man jemanden, der bei Mutproben, Stress oder Risiko direkt kneift. Klingt spöttisch, oft auch halb neckisch, und ist eher ein bisschen altmodisch als richtig jugendlich. Das Wort malt sofort das Bild von jemandem, der lieber Rückwärtsgang einlegt, bevor's überhaupt ernst wird.

Verwendungsbeispiele

"Aufm Schulhof vorm Dreier: Trau dich. Ich: Nee, heute nicht. Er: Ey, Bruder, Hasenfuß. Ich: Nenn’s so, ich nenn’s Überlebensinstinkt."
"Sei kein Hasenfuß, das ist nur die kleine Rutsche, da sausen schon die Dreijährigen ohne mit der Wimper zu zucken."
"Beim ersten Donnergrollen war er als Hasenfuß schon unter der Decke, während alle anderen das Gewitter am Fenster bestaunten."
"Komm, wir gehen da jetzt einfach rein. Stell dich nicht so an, du alter Hasenfuß."
"Große Fresse im Chat und dann vorm Chef keinen Ton rauskriegen. Echt Hasenfuß-Alarm heute."
Tonfall
Ironisch Witzig Abwertend

Woher es kommt

Der Ausdruck ist im Deutschen schon lange belegt und baut auf dem alten Bild vom Hasen als schreckhaftem Fluchttier auf. Ein Hasenfuß ist also bildlich jemand, dessen Füße schon auf Abhauen gepolt sind. Daher wurde das Wort zur festen Bezeichnung für einen Feigling oder Drückeberger.

Andere Arten, es zu sagen

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