Was es bedeutet
Der Hosenscheißer ist der kleine Zwerg, der noch Windeln braucht oder im Eifer des Gefechts mal in die Hose geht. Der Ausdruck ist derb, aber in Bayern oft eher liebevoll-rotzfrech gemeint, so wie man halt mit Kindern redet. Je nach Ton kann es auch ein Schimpfwort für einen Feigling oder Weichei sein.
Verwendungsbeispiele
"Im Biergarten sagt die Oma: Mei, der Bua wackelt no auf de Bein, des is halt a Hosenscheißer, gib eam erst amoi an Saft."
"Komm, kleiner Hosenscheißer, die Schaukel ist gar nicht so hoch, ich halt dich ja fest."
"Sei kein Hosenscheißer, sag ihr einfach, dass du sie magst, schlimmer als ein Nein wird es nicht."
"Jetzt stell dich nicht an, du Hosenscheißer, und spring endlich ins Wasser, es ist nicht mal kalt."
"Na schau ihn dir an, den kleinen Hosenscheißer, kaum drei Schritte alt und schon am Rumkommandieren."
Woher es kommt
"Hosenscheißer" ist ganz wörtlich einer, der sich in die Hose scheißt. Das Wort ist schon länger im Deutschen als derbes Bild für Kleinkinder belegt und wurde später auch auf Angsthasen übertragen. Gerade im süddeutschen und bairischen Raum kippt es oft zwischen rotzfrechem Kosewort und beleidigendem Schimpfer um.
Andere Arten, es zu sagen
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