Was es bedeutet
Spöttischer Vorwurf für eine angeblich herzlose oder „schlechte“ Mutter, meistens als Moralkeule von außen. Kommt gern, wenn Mama nicht 24/7 Helikopter spielt, arbeiten geht oder dem Kind einfach mal was zutraut. Der Witz daran: Das Ding basiert auf einem alten Irrglauben, denn Raben kümmern sich ziemlich ordentlich um ihren Nachwuchs. Trotzdem klebt das Label fies hartnäckig.
Verwendungsbeispiele
"Karin guckt übern Zaun: Die lässt den Kleinen allein im Garten spielen. Ich so: Mit Sandkasten und Apfelsaft. Karin: Na, Rabenmutter. Ich: Nee, einfach Mittwoch."
"Karin nennt Petra eine Rabenmutter, weil sie wieder arbeiten geht, dabei haben die Kleinen Spaß in der Kita und Petra schläft endlich wieder mehr als drei Stunden."
"Im Familienchat fiel das Wort Rabenmutter, als meine Schwester ihren Sohn alleine zum Schulhof laufen ließ, ich habe das Telefon weggelegt und einen Tee gemacht."
"Als Jana meinte, sie fährt mal ohne Kind übers Wochenende weg, kam sofort von der Tante dieses Rabenmutter. Ganz locker aus der Mottenkiste der Schuldgefühle."
"Im Elternchat reicht schon ein warmes Mensaessen statt Bio-Brotdose und irgendeiner tippt innerlich schon Rabenmutter mit Ausrufezeichen im Kopf."
Woher es kommt
Das Wort hängt an einem alten Irrglauben aus dem Mittelalter. Man dachte damals, Raben würden ihren Nachwuchs früh aus dem Nest jagen und schlecht versorgen. Das stimmt so nicht, die Tiere kümmern sich ziemlich ordentlich. Die Bezeichnung blieb trotzdem kleben und wurde zum fiesen Vorwurf gegen angeblich schlechte Mütter.
Dieser Ausdruck erscheint auch in