Was es bedeutet
Zugvögel nennt man Leute, die im Herbst abtauchen und erst wieder auftauchen, wenn’s zuhause nicht mehr nach nassem Hund riecht. Gemeint sind oft Rentner oder Dauerurlauber, die ihre Winter in der Sonne verbringen, Mallorca, Kanaren oder gleich Thailand. Der Begriff spielt auf echte Zugvögel an und klingt liebevoll-spöttisch. Im Frühling kommen sie zurück, braun gebrannt und mit Sand in den Schuhen.
Verwendungsbeispiele
"Nachbarin: Wo steckt ihr im Januar? – Wir sind doch Zugvögel, hocken auf Gran Canaria, bis daheim wieder T-Shirt-Wetter ist."
"Die Nachbarn sind richtige Zugvögel, von Oktober bis April immer auf Mallorca."
"Kaum wird es kalt, werden die beiden zu Zugvögeln und sind weg in die Sonne."
"Sobald hier der erste Nieselgrau-Alarm losgeht, machen meine Eltern einen auf Zugvögel und überwintern in Spanien."
"Die zwei sind echte Zugvögel: Weihnachten feiern sie am Strand und im April landen sie wieder mit Sonnenbrand in der Siedlung."
Woher es kommt
Das Wort ist ganz normal aus der Vogelwelt rübergeschoben worden. Zugvögel sind ja Tiere, die zum Überwintern in wärmere Gegenden ziehen. Im übertragenen Sinn nennt man so seit langem Menschen, die pünktlich zur Kälte verschwinden und erst wieder auftauchen, wenn daheim die Sonne mitspielt.
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