Stimmen von der Straße

Marcel · Deutschland
"Doomscrolling. Entweder schlechte Nachrichten oder Inhalte konsumieren. Beispiel, ich wollte eigentlich nur kurz mein Handy checken und plötzlich war ich wieder im Doomscrolling-Tunnel, von einer schlechten Nachricht zur nächsten, bis ich gemerkt habe, dass eine halbe Stunde weg war."

Was es bedeutet

Doomscrolling heißt, du scrollst dich endlos durch schlechte News und dunkle Inhalte, obwohl du eigentlich längst aufhören wolltest. Ein Clip führt zum nächsten, dann kommt ein Kommentar-Thread, dann wieder eine Meldung, und plötzlich ist Zeit weg. Das fühlt sich an wie ein Tunnel ohne Ausgang. Man merkt es oft erst, wenn man das Handy weglegt und der Kopf komplett im Eimer ist.

Verwendungsbeispiele

"Ich wollt nur kurz checken was los ist, zack Doomscrolling, eine schlechte Nachricht nach der anderen, und plötzlich sind 30 Minuten einfach verdampft."
"Statt zu schlafen hing ich bis zwei Uhr beim Doomscrolling am Handy."
"Nach dem dritten Krisen-Artikel merkte ich, dass ich wieder am Doomscrolling war."
"Ich hab nur kurz Insta aufgemacht und zehn Minuten später voll im Doomscrolling gehangen, nur noch Krieg, Krise, Katastrophe."
"Bruder, mach das Handy weg, du bist seit einer Stunde im Doomscrolling und ziehst dir nur Gehirnregen in schwarz rein."

Etwas zu sagen?

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Tonfall
Ironisch Übertrieben Jugendlich

Woher es kommt

Das Wort kam im Englischen auf, vor allem rund um 2020, als sich in Social Media und Medienkritik ein Begriff für dieses düstere Endlosscrollen eingebürgert hat. Es setzt sich aus doom für drohendes Unheil und scrolling zusammen und wurde dann auch im Deutschen fast eins zu eins übernommen.

Andere Arten, es zu sagen

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