Stimmen von der Straße

Was es bedeutet

Heißt betrunken, und zwar meist deutlich, nicht nur angeheitert. Wer besoffen ist, lallt, schwankt und fasst Entschlüsse, die er am Morgen bereut. Derber und ehrlicher als angetrunken, ganz ohne Beschönigung. Norddeutsch gefärbt, aber überall verstanden.

Verwendungsbeispiele

"Gestern war ich komplett besoffen."
"Nach der dritten Runde war der Onkel so besoffen, dass er die Hochzeitsrede zweimal hielt und beide Male weinte."
"Der war nach dem Stadtfest so besoffen, dass er seine Haustür gesiezt hat."
"Ich geh heute lieber heim, bevor ich komplett besoffen am Dönerstand Lebensweisheiten verteile."
"Der kam schon besoffen zur S-Bahn und hat ernsthaft versucht, seinen Fahrschein mit der EC-Karte zu stempeln."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Witzig Derb Abwertend

Woher es kommt

"Besoffen" ist das Partizip von "besaufen". Das hängt am alten Verb "saufen", das im Deutschen schon lange fürs derbe, ungezügelte Trinken steht. Die Form mit "be-" beschreibt den Zustand, in den man sich reingekippt hat. Das Wort ist alt belegt und bis heute schön ungeschönt direkt.

Andere Arten, es zu sagen

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