Was es bedeutet
Eine Glucke ist eigentlich die Henne, die ihre Küken keine Sekunde aus den Augen lässt. Auf Menschen gemünzt ist es die überfürsorgliche Mutter oder der Partner, der dauernd kontrolliert, anruft und mitmischt, ohne dich mal Luft holen zu lassen. Liebevoll gemeint, aber auf Dauer ganz schön anstrengend.
Verwendungsbeispiele
"Meine Mutter ist so eine Glucke, ich bin dreißig und sie schreibt trotzdem jeden Abend, ob ich auch warm angezogen bin."
"Sei nicht so eine Glucke, lass den Kleinen auch mal allein zum Bäcker gehen, das macht ihn selbstständig."
"Mein Freund ist manchmal echt eine Glucke, ich bin fünf Minuten zu spät und schon kommt die dritte Nachricht, ob noch alle Lampen an sind."
"Oma total im Gluckenmodus, kaum nies ich einmal, will sie mir Tee kochen, Schal geben und mich direkt wieder ins Bett verfrachten."
Woher es kommt
Glucke ist ursprünglich einfach das Wort für eine brütende Henne, die ihre Küken eng bei sich hält und dauernd bewacht. Daraus hat sich im Deutschen die übertragene Bedeutung entwickelt für Menschen, die aus Fürsorge ständig dabeihängen, kontrollieren oder beschützen und dabei schnell etwas zu viel des Guten machen.
Dieser Ausdruck erscheint auch in