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Was es bedeutet

Heißt: jemand heult oder tut so, als wär er todtraurig, aber eigentlich steckt Kalkül dahinter. Die Redensart kommt aus dem alten Mythos, dass Krokodile beim Fressen weinen sollen. Heute sagt man das, wenn jemand auf Mitleid macht, um besser dazustehen oder Ärger zu vermeiden. Man merkt es oft daran, dass die Nummer sofort vorbei ist, sobald sie kriegen, was sie wollen. Kurz: Tränen mit Schauspiel-Abo.

Verwendungsbeispiele

"Kaum kriegt er Kritik vom Chef, drückt er auf Drama und heult los. Fünf Minuten später lacht er wieder und bestellt Pizza. Krokodilstränen eben."
"Spar dir die Krokodilstränen, du wolltest doch sowieso nie mitkommen."
"Als die Strafe kam, heulte er Krokodilstränen, aber bereut hat er kein bisschen."
"Als er gemerkt hat, dass keiner auf seine Ausrede anspringt, kamen plötzlich die Krokodilstränen raus. Zwei Minuten später war er wieder frech wie vorher."
"Mach hier keinen auf unschuldig mit deinen Krokodilstränen, du hast den Mist doch selber angezettelt."
Tonfall
Ironisch Abwertend
Wo man es sagt

Woher es kommt

Die Redewendung ist im Deutschen alt und fest eingebrannt. Sie geht auf die schon in Antike und Mittelalter verbreitete Vorstellung zurück, Krokodile würden beim Fressen weinen. Daraus wurde bildlich schnell geheucheltes Mitgefühl oder gespielte Trauer. Heute meint Krokodilstränen fast immer ein ziemlich durchschaubares Tränen-Theater.

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