Was es bedeutet
Ein Gschaftlhuber ist so ein aufgedrehter Wichtigtuer, der dauernd herumorganisiert, ungefragt reinredet und überall den Oberchecker geben will. Viel geschniegelt, viel Getue, viel ich weiß schon, wie's geht. Meist nervt er mehr, als dass er hilft. Das Wort ist vor allem in Bayern und Österreich daheim und klingt schön spöttisch-genervt.
Verwendungsbeispiele
"Beim Heurigen hängt da Hannes am Stammtisch, erklärt dem Kellner den Wein und dem Chef den Laden. Komplett Gschaftlhuber, oida, immer alles besser."
"Bei jeder Vereinssitzung meldet sich der Gschaftlhuber und erklärt allen, wie man es richtig macht."
"Lass den Gschaftlhuber reden, der organisiert lieber fremde Leben, als mal selbst was fertigzubringen."
"Kaum kommt a Problem auf den Tisch, steht der Sepp schon daneben und erklärt allen den Ablauf. So a Gschaftlhuber, echt jetzt."
"Im Büro gibt's immer einen Gschaftlhuber, der keine Aufgabe hat, aber bei jeder Aufgabe mitreden will."
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Woher es kommt
Das Wort kommt aus dem Bairischen. Es hängt an Gschaftl oder G'schäftl, also geschäftiges Getue und wichtigtuerisches Herumtun. Der zweite Teil Huber ist ein alter, häufiger Name und steckt in vielen Spottwörtern für einen bestimmten Typen Mensch. Gschaftlhuber meint also schon vom Bau her den geschäftigen Wichtigmacher.
Andere Arten, es zu sagen
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