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Was es bedeutet

Ein Schlüsselkind ist ein Kind, das nach der Schule allein nach Hause kommt und den Wohnungsschlüssel oft schon griffbereit dabei hat, klassisch am Band um den Hals. Das Wort hängt stark an den 70ern bis 90ern und meint diese Mischung aus früher Selbstständigkeit, leerer Wohnung, improvisiertem Snack und ein bisschen Nachmittagskino im Kopf.

Verwendungsbeispiele

"Nach der Schule allein heim, Schlüssel am Band, Tür auf, Ranzen fliegt in die Ecke. Als Schlüsselkind erst Kühlschrank checken, dann TV, dann Alibi-Lernen."
"Als Schlüsselkind hab ich mir nach der Schule immer allein Nudeln gekocht und Zeichentrick geschaut."
"Sie war ein typisches Schlüsselkind, beide Eltern im Schichtdienst und der Schlüssel immer am Bändchen um den Hals."
"Wir waren totale Schlüsselkinder, erst mal allein rein, Toast machen und gucken, was im Fernsehen läuft."
"Der Kleine ist jetzt auch schon Schlüsselkind, kommt mittags heim und muss eine Stunde überbrücken, bis seine Mutter da ist."
Tonfall
Liebevoll Zärtlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Schlüsselkind ist ein deutsches Kompositum aus Schlüssel und Kind. Verbreitet hat sich der Ausdruck in Westdeutschland vor allem ab den 1960er und 1970er Jahren, als mehr Kinder nach der Schule ohne Erwachsene nach Hause kamen und den Haustürschlüssel sichtbar bei sich trugen. Im Wort steckt zugleich Alltag, Eigenständigkeit und leise Einsamkeit.

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