Was es bedeutet

Welpenschutz nennt man die Anfangs-Gnadenfrist für Neulinge. Wie bei nem echten Welpen drückt man erstmal beide Augen zu, wenn was schiefgeht, weil die Person noch reinfinden muss. Aber das ist keine Narrenfreiheit: Nach kurzer Zeit gilt, lernen, liefern, sonst gibt’s Seitenhiebe. Der Bonus hält meist nur ein paar Wochen, dann ist Schluss mit süß.

Verwendungsbeispiele

"Der Praktikant hat im Meeting den Chef geduzt und die Kamera auf die Kaffeetasse gehalten. Alle: chillt mal, Welpenschutz. Beim dritten Patzer war der Bonus weg."
"Die Neue hat den Bericht verbockt, aber sie hat noch Welpenschutz, beim nächsten Mal wird sie aber drangenommen."
"Lass ihn mal, der ist erst seit zwei Tagen im Laden, bisschen Welpenschutz muss drin sein."
"Im Squad hatte sie anfangs noch Welpenschutz, aber nach dem fünften Ragequit war das Thema durch."
"Klar hat er den Dienstplan komplett falsch gelesen, der Typ ist seit gestern erst im Team. Noch bisschen Welpenschutz, dann muss der Laden aber sitzen."

Audio-Kommentare

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Tonfall
Liebevoll Ironisch Witzig

Woher es kommt

Das Wort kommt aus der Verhaltensforschung und Hundesprache. Gemeint war erst der Schutz, den junge Tiere im Rudel genießen, weil man bei ihnen mehr durchgehen lässt. Im Deutschen ist das dann sauber rübergewandert auf Menschen: Wer neu dazukommt, kriegt erstmal Schonfrist und nicht sofort die volle Kelle.

Andere Arten, es zu sagen

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