Was es bedeutet

Eine aus Gnade gewährte Verlängerung, eine letzte Schonzeit, bevor es ernst wird. Wer eine Gnadenfrist bekommt, darf noch einmal aufatmen: die Kündigung wird verschoben, die Frist verlängert, das Unvermeidliche um ein Weilchen vertagt. Aufschub mit Ablaufdatum, aber immerhin ein Aufschub.

Verwendungsbeispiele

"Das alte Kino bekam eine Gnadenfrist von einem Jahr, bevor der Abrissbagger dann doch anrollte."
"Der Chef gab ihm eine Gnadenfrist von einer Woche, um die Zahlen nachzureichen."
"Dank einer Gnadenfrist wurde die Räumung um einen Monat verschoben."
"Okay, ich hab noch bis Freitag Gnadenfrist, dann will der Vermieter die Kohle sehen."
"Der Trainer hat ihm echt nur noch eine Gnadenfrist gegeben, beim nächsten Aussetzer sitzt er draußen."

Audio-Kommentare

Noch hat niemand seine Stimme dagelassen. Mach den Anfang.

Tonfall
Ironisch Übertrieben Zärtlich

Woher es kommt

Das Wort ist ganz wörtlich gebaut aus Gnade und Frist. Gemeint war von Anfang an eine Fristverlängerung, die nicht aus Anspruch kommt, sondern aus Nachsicht oder Milde. Der Ausdruck ist im Deutschen längst fest verankert und wird sowohl juristisch als auch ganz alltäglich für den letzten Aufschub benutzt.

Andere Arten, es zu sagen

Editoren dieses Begriffs

Deine Stimme zählt

Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.

Ein kleines Geschenk der Magikitos

Lust auf ein Lächeln?

Ein kurzer Witz aus der Community, mit echter Stimme erzählt.

Dein Warenkorb: 0,00 €