Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Ribisel sind Johannisbeeren, rot oder schwarz, und das Wort klingt nach Garten, nach Einkochen und nach Oma, die alles schon vorher gewusst hat. Ribisel landen oft als Saft oder Marmelade im Glas und retten dir den Winter, zumindest im Kopf. Johannisbeere klingt dagegen wie ein Wort aus einer Speisekarte, die zu sauber ist.
Verwendungsbeispiele
"Oma kocht Ribiselsaft ein, und wennst krank bist, kriegst a Glas. Hilft vielleicht ned, aber du schwitzt wie a Tier und fühlst di betreut."
"Im Garten der Oma gibt's rote Ribisel, die holt sie jeden Sommer für den Kuchen."
"Magst du den Spritzer mit Ribiselsaft? Schmeckt herrlich sauer im Sommer."
"Hast noch Ribisel im Garten, oder haben die Vögel wieder alles vor uns weggefuttert?"
"Für den Kuchen brauch ich keine feine Deko, gib ma einfach a Handvoll Ribisel drauf, dann passt das Sommerglück schon."
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Woher es kommt
Ribisel ist das österreichische Wort für Johannisbeeren und geht auf mittellateinisch ribes zurück. In Österreich ist das kein Spezialausdruck, sondern ganz normales Alltagswort. In Deutschland sagt man fast immer Johannisbeeren, während Ribisel in Wien, Salzburg oder Tirol komplett daheim klingt.
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