Was es bedeutet
Ein Streber ist der ewige Musterschüler, der immer die Hausaufgaben hat, in der ersten Reihe sitzt und die Hand schon hebt, bevor die Frage zu Ende ist. Steckt drin das Streben, das übertriebene Nach-oben-Wollen. Auf dem Schulhof ist es ein Spottwort, halb Neid und halb Genervtsein, für den, der es allen zu recht machen will.
Verwendungsbeispiele
"Klar hat der Streber wieder eine Eins geschrieben, der hat schon in den Ferien den ganzen Stoff vom nächsten Halbjahr durchgearbeitet."
"Mei Tochter hat den klassischen Streber des Englischkurses des Gymnasiums in München-Schwabing aufgespürt, der Junge mit der adretten Hemdsärmelfaltung sitzt in der ersten Reihe, hat die Hausaufgabe immer drei Tage im Voraus fertig und korrigiert mit einer feinen Genugtuung die kleinen Fehler der Lehrerin an der Tafel."
"Der neue Streber der Werbeagentur in Hamburg-Sankt Georg ist ein Phänomen, kommt am Montagmorgen um halb acht ins Großraumbüro, lädt drei Mind-Maps auf dem Server hoch, schickt vier Zusammenfassungen der Konkurrenzanalyse per Mail, und der Chef hat ihm bereits den Vertrag der Verlängerung der Probezeit angeboten."
"Boah, Jan, sei nicht schon wieder so ein Streber und meld dich nicht noch, die Stunde ist eh gleich vorbei."
"Die hat für den Vokabeltest Karteikarten in fünf Farben gemacht, kompletter Streber einfach."
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Woher es kommt
"Streber" ist ein altes deutsches Wort zu "streben". Belegt ist es schon im 19. Jahrhundert, erst eher für Leute mit verbissenem Aufstiegsdrang. Die heutige Schulhof-Bedeutung hat sich später festgesetzt. Gemeint ist seitdem der übereifrige Typ, der mit Fleiß, Ehrgeiz und Korrektheitsglanz schnell auf die Nerven geht.
Andere Arten, es zu sagen
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