Was es bedeutet

Abkupfern heißt, bei jemandem heimlich abzugucken oder ’ne Idee komplett zu kopieren und dann so zu tun, als wär’s dein eigener Geistesblitz. Das fällt in der Schule, an der Uni oder im Job auf, wenn zwei Lösungen plötzlich wie Zwillinge aussehen. Der Ausdruck kommt aus der Zeit, als man Motive von Kupferstichen nachzeichnete. Heute bleibt’s trotzdem ein kleiner Betrugsmove.

Verwendungsbeispiele

"Hast du wieder abgekupfert? Dein Matheblatt sieht exakt aus wie meins, sogar mit meinem Kaffeefleck. Er so: Zufall. Ich so: Digga, sogar die falsche Rechnung ist dieselbe."
"Die Konkurrenz hat unser ganzes Konzept einfach abgekupfert."
"Er hat die Hausaufgaben beim Banknachbarn abgekupfert, Fehler inklusive."
"Ey, tu nicht auf Ideenmaschine, du hast mein Referat gestern gesehen und heute fast dieselben Punkte rausgehauen. Das ist nicht Inspiration, das ist abkupfern mit Anlauf."
"Sie hat erst über mein Design gelästert und eine Woche später kommt ihr Shop mit exakt demselben Look um die Ecke. Ganz wild abgekupfert, nur in billig."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Abwertend Jugendlich

Woher es kommt

Das Wort kommt tatsächlich aus der Welt des Kupferstichs. Ursprünglich hieß abkupfern, eine Vorlage von einer Kupferplatte nachzuzeichnen oder sauber zu übernehmen. Später ist das ins Alltagsdeutsch gerutscht und meint heute, dass man bei Ideen, Texten oder Lösungen heimlich kopiert und dann auf Eigenleistung macht.

Andere Arten, es zu sagen

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