Was es bedeutet

Alaaf ist der kölsche Karnevalsruf schlechthin. Den brüllt man, wenn die Stimmung schon auf Konfettibetrieb läuft und alle wissen, jetzt ist Fastelovend. Meist als Kölle Alaaf, oft dreimal hintereinander, laut, herzlich und mit null Scham. Heißt nicht einfach nur Hurra, sondern trägt diese volle kölsche Liebeserklärung an Stadt, Leute und Ausnahmezustand mit.

Verwendungsbeispiele

"Am Alter Markt hebt der Sitzungspräsident die Hand, alle grölen: — Kölle Alaaf! — Alaaf! Dann fliegen Kamelle, und der Kellner stellt drei Kölsch hin."
"Sobald der Zug um die Ecke kommt, brüllt die ganze Straße Kölle Alaaf."
"Im Rheinland ruft man Alaaf, in Düsseldorf bloß nicht, da heißt es Helau."
"Kaum steht die Kapelle auf dem Wagen, geht vorne einer ans Mikro und der ganze Platz röhrt Kölle Alaaf zurück."
"Wenn du in Köln an Karneval Alaaf rufst, hast du in drei Sekunden zwanzig Leute, die mit einstimmen."
Tonfall
Übertrieben Ausgelassen
Wo man es sagt

Woher es kommt

Der Ruf kommt aus dem Kölner Karneval und geht auf die ältere Form all af zurück. Gemeint war sinngemäß alles andere weg oder Köln über alles. Kölle Alaaf ist seit dem 19. Jahrhundert als fester Karnevalsgruß belegt und gehört in Köln bis heute zum heiligen Klanginventar der fünften Jahreszeit.

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