Was es bedeutet
Karnevalsrede, die aus der Bütt kommt, diesem Rednerpult, das früher wie Fass oder Waschzuber aussah. Da wird gereimt, gesungen und geschniegelt auf Pointe getaktet, mit Sticheleien gegen Politik, Nachbarn und den eigenen Verein. In Köln ist das kein Larifari, sondern richtiges Handwerk: Texte werden wochenlang gefeilt, bis die Bude tobt.
Verwendungsbeispiele
"Haste die Büttenrede vom Jürgen jesehn? Der hat mit zwei Reimen den Chef und den Nachbarn getroffen, alle am Lache, Köbes klatscht, Kölsch wackelt."
"Beim Sitzungskarneval hat er eine Büttenrede gehalten, bei der der Saal Tränen gelacht hat."
"Ihre Büttenrede über den Stadtrat war spitz, gereimt und treffsicher."
"Wenn der in die Bütt steigt, kannst du die Uhr nach den Pointen stellen, erst kriegt der Stadtrat sein Fett weg und dann lacht sogar die erste Reihe mit Tränchenalarm."
"Ohne ordentliche Büttenrede ist die Sitzung doch nur halber Jeckenzauber, da fehlt das gereimte Seitenhieb-Geballer von vorne bis hinten."
Woher es kommt
Das Wort hängt an der Bütt, also dem Bottich oder Waschzuber. Im Karneval wurde das Rednerpult diesem Ding nachempfunden, oft fassartig gebaut. Wer daraus seinen gereimten Vortrag hält, macht eben eine Büttenrede. Der Name ist also kein Fantasiefunk, sondern direkt aus diesem Fastnachtsmöbel gewachsen.
Dieser Ausdruck erscheint auch in