Was es bedeutet
Heißt so viel wie: Was muss, das muss. Plattdeutsch, kurz und knochentrocken, perfekt für norddeutsche Pflichtgefühle. Du sagst das, wenn etwas unerquicklich ist, aber nun mal gemacht werden muss: früh raus, Sturm, Papierkram, Hund. Kein Drama, kein Gejammer, einfach Ärmel hoch und durch. Passt super, wenn man sich selbst kurz motivieren muss.
Verwendungsbeispiele
"— Moin, du willst bei dem Schietwetter echt noch zum Hafen radeln? — Wat mutt, dat mutt. Chef wartet, und der Kaffee daheim wird auch nicht fertig."
"Vor dem Vorstellungsgespräch im Anzug bei Regen vor der Tür, wat mutt, dat mutt, durchatmen, den Krawatten-Knoten nachziehen und mit festem Schritt durch das Drehkreuz."
"Bei minus acht Grad das Auto morgens freikratzen vor dem ersten Kaffee, wat mutt, dat mutt, das Eis kennt keine Wochentage und der Termin in Bremen wartet auch nicht."
Woher es kommt
Sitzt fest im Plattdeutschen Norddeutschlands, wo das Hochdeutsche was muss, das muss schon vor Jahrhunderten in seine knappe niederdeutsche Form gewandert ist. Der Spruch begleitet seitdem alles, was unbequem aber unvermeidlich ist, vom Aufstehen vor Sonnenaufgang bis zum Sturmweg nach Hause.
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