Dein Warenkorb: 0,00 €

Stimmen von der Straße

Nik · Österreich Gerade aufgenommen
"Was muss, das muss. Das ist ein Ausdruck, bei dem man insbesondere sagen will: Ja, ist zwar nicht auf freiwilliger Basis, aber ich mache es eben. Zum Beispiel, wenn ein Arbeitskollege jemanden fragt: ‚Und wie läuft die Arbeit?‘, dann sagt man: ‚Was muss, das muss.‘"

Was es bedeutet

Was muss, das muss: norddeutsch-trockenes Schulterzucken für unangenehme Pflichten. Sagt man, wenn einem nichts anderes übrig bleibt.

Verwendungsbeispiele

"— Moin, du willst bei dem Schietwetter echt noch zum Hafen radeln? — Wat mutt, dat mutt. Chef wartet, und der Kaffee daheim wird auch nicht fertig."
"Vor dem Vorstellungsgespräch im Anzug bei Regen vor der Tür, wat mutt, dat mutt, durchatmen, den Krawatten-Knoten nachziehen und mit festem Schritt durch das Drehkreuz."
"Bei minus acht Grad das Auto morgens freikratzen vor dem ersten Kaffee, wat mutt, dat mutt, das Eis kennt keine Wochentage und der Termin in Bremen wartet auch nicht."
"Noch Bock auf die Steuererklärung um zehn Uhr abends? Nee, aber wat mutt, dat mutt, sonst liegt der Brief morgen wieder da und grinst dich an."
"Der Wecker klingelt am Sonntag um fünf fürs Bäckerfrühstück auf dem Fischmarkt. Wat mutt, dat mutt, Augen auf Kriechgang und rein in die Klamotten."
Tonfall
Ironisch Witzig Bewundernd

Woher es kommt

Das ist plattdeutsch und die norddeutsche Form von Was muss, das muss. Der Spruch ist seit langem im Niederdeutschen unterwegs und lebt genau von dieser knappen Art ohne großes Theater. Man sagt ihn, wenn was nervt, aber eben trotzdem gemacht wird. Kurz seufzen, dann los.

Andere Arten, es zu sagen

Editoren dieses Begriffs

Deine Stimme zählt

Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.

Um diesen Ausdruck kümmern wir uns gemeinsam

Wenn man ihn bei dir sagt und hier etwas fehlt, bring es mit. Ein Magikito schaut es an und ergänzt es.

  • Ein Beispiel
  • Deine Ecke
  • Deine Stimme
Bearbeiten oder ergänzen

Einen Moment: bestätige, dass du ein Mensch bist