Was es bedeutet
Pfannkuchen ist in Berlin nicht der flache Eierkuchen, sondern das runde, frittierte Hefegebäck mit Marmelade, das anderswo Berliner oder Krapfen heißt. Bestellst du am Tresen einen Berliner, gucken sie dich an, als hättest du die Ampel beleidigt. Für den flachen Pfannkuchen sagen Berliner eher Eierkuchen. Klassiker in Bäckereien, vor allem zu Silvester, und die Puderzuckerwolke dich direkt verrät.
Verwendungsbeispiele
"Beim Bäcker am Kotti: — Ein Berliner, bitte. — Dit is’n Pfannkuchen, wa. — Na denn, einen Pfannkuchen, bevor die U-Bahn kommt."
"Zu Silvester hol ich immer ein Dutzend Pfannkuchen, einer davon heimlich mit Senf gefüllt."
"Sag bloß nicht Berliner, wenn du in Berlin einen Pfannkuchen willst, sonst lachen sie dich aus."
"Ich hab beim Bäcker erst Berliner gesagt, da kam sofort zurück: Hier heißt dit Pfannkuchen, mein Freund."
"Bring zu Silvester Pfannkuchen mit, aber keinen trockenen Kummerteig aus'm Supermarkt."
Woher es kommt
Das Wort ist hier kein Sonderwitz, sondern alte Berliner und ostdeutsche Alltagssprache. In Berlin meinte Pfannkuchen schon lange das runde, in Fett ausgebackene Hefegebäck mit Füllung. Damit das flache Ding keinen Namenssalat macht, heißt das dort eben Eierkuchen. So hat sich die regionale Aufteilung bis heute gehalten.
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