Was es bedeutet

Wenn jemand sagt, wir müssen mal Tacheles reden, dann ist Schluss mit Rumgeeier: Klartext, Fakten, keine Watte. Das Wort kommt aus dem Jiddischen, tachles, und meint so was wie Zweck, Kern der Sache. Passt wie angegossen zur Berliner Schnauze, wird aber längst überall verstanden. Nutzt man gern, wenn man Streit klären, Deals festzurren oder eine peinliche Wahrheit endlich aussprechen will.

Verwendungsbeispiele

"Ey, wir labern hier seit zwei Stunden. Lass ma Tacheles reden: Entweder wir ziehen dit heute durch, oder wir lassen’s und sagen dem Chef Bescheid."
"Jetzt reden wir mal Tacheles: Entweder du hältst dich an die Abmachung oder wir lassen es."
"Hör auf herumzudrucksen und red Tacheles, was ist wirklich los?"
"Komm, wir reden jetzt mal Tacheles: Hast du Bock auf den Job oder ziehst du nur die ganze Zeit 'ne Show ab?"
"Beim letzten Bier wurde nicht mehr rumgelächelt, da hat sie endlich Tacheles geredet und allen gesagt, was sie seit Wochen ankotzt."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Woher es kommt

Kommt aus dem Jiddischen: tachles heißt so viel wie Zweck, Kern oder das, worauf’s am Ende ankommt. Dahinter steckt wiederum das hebräische takhlit. Wenn man Tacheles redet, lässt man also das ganze Drumrum verhungern und sagt direkt, was Sache ist.

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