Was es bedeutet
Isansen heißt im Berlinerischen so viel wie kurz hingucken und's direkt raffen. Nicht lang studieren, eher einmal Blick drauf und schon ist der Groschen unten angekommen. Das Wort läuft schön ruppig durch'n Satz und passt perfekt, wenn du wissen willst, ob jemand was gesehen oder sofort gecheckt hat.
Verwendungsbeispiele
"— Haste dit fette Anjebot bei Edeka isanst, wa? — Ick nich, war nur schnell Zigaretten holen. — Komm, wir schnappen uns zwei Kisten, bevor’s weg is."
"Isanst du das, der Typ klaut gerade einfach das Fahrrad."
"Isans mal, wer da hinten um die Ecke kommt."
"Ick hab den Zettel nur kurz isanst und wusste sofort, dit wird wieder so'n Behördencircus."
"Isans mal dein Handy, Atze, da hat dir einer schon dreimal geschrieben."
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Woher es kommt
Isansen gehört zur Berliner Umgangssprache und hängt an ansehen. Aus ansehen wurde umgangssprachlich ansen, dazu die typische Frageform isanst im Sinn von hast du's gesehen. Isansen trägt genau diesen Berliner Zug in sich: kurz draufgucken, sofort kapieren, ohne großes Theater.
Andere Arten, es zu sagen
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