Was es bedeutet
Icke ist Berlinerisch für ich. Klingt sofort nach Kiez, Schnauze und ein bisschen Brust raus. Wer Icke sagt, meint nicht bloß sich selbst, da schwingt oft gleich Haltung mit. So ein knappes Ich bin gemeint, ich steh dazu, ick bin da. Direkt, warm und herrlich ungebügelt.
Verwendungsbeispiele
"— Wer hat den letzten Pfannkuchen vom Bäcker stibitzt? — Icke, wa. War Hunger, und der Späti hatte schon zu, sorry, nich."
"Wer hat denn die letzte Schrippe weggefuttert? Icke natürlich, wer sonst, war ja keiner sonst in der Küche."
"Icke geh noch kurz zum Späti, brauch Kippe, Brause und fünf Minuten Frieden vor euch Chaoten."
"Na wer bringt heute wieder zu spät die gute Laune mit? Icke natürlich, war ja keiner sonst so heldenhaft verpennt."
"Wenn einer den Mund aufmacht und groß tönt, sag ich bloß: Icke regel dit schon, Atze."
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Woher es kommt
Icke ist eine alte berlinische Mundartform von ich und gehört in den Dialektraum Berlin-Brandenburg. Das -k taucht auch in ick auf und kommt aus gewachsenen Lautformen der Region. Also kein neuer Slang aus der Laune raus, sondern ehrliches Berliner Dialektgut mit ordentlich Heimat im Klang.
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