Was es bedeutet
Dit ist die Berliner Kurzform für das und manchmal auch für dieses. Klingt frech, spart Silben und macht jeden Satz sofort nach Kiez. Du hörst es beim Bäcker, an der Ampel und in der U-Bahn, gern mit ordentlich Nachdruck: Dit mein ick. Schreibt man meist dit, gesprochen eher wie det, je nach Ecke. Perfekt, wenn Hochdeutsch zu geschniegelt wirkt und du's kernig willst.
Verwendungsbeispiele
"— Ick such dit Ticket, wa. — Dit liegt doch neben dir, Alta. — Oha, ick bin blind. — Dit is Berlin, hier wird jemeckert und jefunden."
"Dit jeht mir total uff'n Keks, sagt der Nachbar und meint den Presslufthammer von nebenan."
"Dit war'n super Abend, lass dit bald wiederholen, ja?"
"Wat is dit denn für'n Chaos auf'm Tisch, haste hier 'ne Party ohne Gäste veranstaltet?"
"Nimm dit da vorne, dit mit den Streuseln, dit is beim Bäcker immer als Erstes weg."
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Woher es kommt
Dit ist eine alte Berliner Lautform von das, teils auch von dieses. Im Berlinischen werden Vokale und Endungen oft umgebogen oder abgeschliffen, daher passt dit in dieselbe Ecke wie wat, ick oder jut. Das Wort ist kein neuer Szenespruch, sondern echter Dialektboden mit langer Stadtluft drin.
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