Was es bedeutet

Stulle ist das ganz normale Butterbrot, meist eine belegte Scheibe, die man schnell aus der Hand isst. In Berlin sagt kaum jemand Butterbrot, da heißt das Ding Stulle, manchmal auch Knifte. Klassiker ist die Schmalzstulle mit Gurke, wenn’s herzhaft sein soll. Taucht oft in Imbiss, Schule und Späti-Pause auf und macht satt, ohne Theater.

Verwendungsbeispiele

"Am Späti vorm Park: — Ick hab Hunger, Alter. — Hier, nimm dir ’ne Stulle mit Schmalz und Gurke, dann kannste wieder laufen."
"Pack die Stullen für morgen schon ein, sonst gibt's wieder Stress am Tresen und du isst wieder Schoko-Riegel zum Frühstück."
"Auf dem Bau ohne Stulle kommst du nicht durch den Vormittag, das weiß hier jeder Lehrling spätestens nach der ersten Woche."
"Ick brauch nix Großes, mach mir einfach zwei Stullen und dann reicht dit bis heute Abend."
"Bei Oma gab's nach der Schule erst mal 'ne Stulle mit Leberwurst, bevor überhaupt über irgendwat anderes geredet wurde."

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Tonfall
Liebevoll Ausgelassen Jugendlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Stulle ist kein neuer Berliner Schnack, sondern ein älteres Wort mit Wurzeln im Niederdeutschen. Gemeint war ursprünglich ein Stück Brot oder ein abgebrochener Happen. Seit dem 19. Jahrhundert hängt das Wort fest im Berliner und brandenburgischen Alltag und hat dort das normale Butterbrot im Sprachgebrauch ziemlich locker verdrängt.

Andere Arten, es zu sagen

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