Was es bedeutet

Göre ist ein freches Kind, oft ein vorlautes Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt. Je nach Ton kann’s ein kleines Schimpfwort sein, so wie blöde Göre, aber genauso gut ein respektvolles Kopfnicken für Mut und Schlagfertigkeit. Die Berliner Göre ist fast schon ein Klischee: direkt, keck, zäh und schwer zu beeindrucken.

Verwendungsbeispiele

"Ick schwör, die kleine Göre hat mir frech die Zunge rausgestreckt, mir dann noch den letzten Keks geklaut und is grinsend abgehauen."
"Die kleine Göre hat dem Schiedsrichter frech die Meinung gegeigt und ist dann seelenruhig weitergespielt."
"Sei keine solche Göre und entschuldige dich bei deiner Oma, die hat den ganzen Tag für dich gekocht."
"Ey, die Göre von nebenan hat dem Paketboten erklärt, wo er klingeln muss, als wär sie hier Hauschefin."
"Lass dich von der kleinen Göre nicht täuschen, die wickelt mit drei Sätzen den ganzen Tisch um den Finger."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Liebevoll Frech Abwertend

Woher es kommt

Göre ist im Deutschen schon lange belegt und kommt aus dem Niederdeutschen. Ursprünglich meinte das Wort schlicht ein Kind oder Mädchen, oft mit leicht abwertendem Unterton. Später hat sich die freche Färbung festgesetzt, vor allem in Berlin, wo die Berliner Göre fast schon zur kleinen Großstadtfigur geworden ist.

Andere Arten, es zu sagen

Editoren dieses Begriffs

Deine Stimme zählt

Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.

Ein kleines Geschenk der Magikitos

Eine Geschichte wartet auf dich

Geschichten mit Wichteln drin, von echten Menschen erzählt.

Dein Warenkorb: 0,00 €