Was es bedeutet
Gsälz ist im Schwäbischen einfach Marmelade, also der süße Brotaufstrich fürs Weckle am Morgen. In Stuttgart und weiten Teilen von Schwaben sagt man ganz selbstverständlich Gsälz, und wer geschniegelt Marmelade bestellt, klingt schnell nach Reigschmecktem. Das Wort gehört dort ganz normal auf den Frühstückstisch, egal ob Erdbeer, Aprikose oder Zwetschge.
Verwendungsbeispiele
"Mama, wo isch des Gsälz? I find bloß Honig im Kühlschrank. Ohne Erdbeer-Gsälz auf meim Weckle fang i den Tag net an, des sag i dir."
"Beim Frühstück am Bodensee sagt die Wirtin Erdbeer-Gsälz oder Zwetschge, die hannoveranische Touristin schaut verwirrt und der Wirt grinst, ich übersetze: Marmelade, beides selbst gemacht, von der Tante aus dem Remstal."
"I hau mir s Gsälz aufs Weckle und beiß rein, der Kollege aus Berlin guckt fasziniert, fragt was des is, und kriegt zur Antwort, schwäbisches Gold zum Frühstück, du kannst auch eins haben, mit Häs und alles."
"Hosch mr des Aprikose-Gsälz rübergschoba? Mein Weckle liegt da ja ganz nackig aufm Teller rum."
"Beim Hotelfrühstück hat er Marmelade gefragt, die Oma neben ihm bloß gschmunzelt und gmeint: Bub, hier heißt des Gsälz."
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