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Was es bedeutet

Sächsisches Universalteilchen mit Zaubersparflamme. Nu kann Zustimmung sein, Zweifel, genervtes Einlenken, ein vorsichtiges Na gut oder einfach der kleine Anlauf, bevor der Satz losrollt. Die Bedeutung hängt fast komplett am Tonfall. Wer sächsisch im Ohr hat, hört bei einem einzigen Nu oft schon den halben Gemütsbericht mit.

Verwendungsbeispiele

"— Nu, kommste nu mit zum Bäcker oder bleibste hockn? — Nu. — Na gut, ich hol dir trotzdem ’n Eierschecke, sonst wird’s wieder Theater."
"Nu, dann gehen wir eben nochmal zum Bäcker am Markt in Leipzig-Lindenau, der hat um sechs zwar gehabt aber heute Sonntag macht er nochmal eine Sondercharge Streuselschnecken, hat die Frau im Laden gesagt."
"Nu ja, der Onkel hat wieder mal vergessen die Rechnung für die Heizung zu bezahlen, und jetzt sitzen wir am ersten kalten Tag des Herbstes auf der Couch in Dresden mit drei Decken und einer Wärmflasche im Schoß."
"Nu, mach doch nich so'n Film, ich hab doch bloß gefragt, ob de Kaffee willst."
"Nu gut, dann eben morgen. Heut hat hier sowieso jeder schon die Schnauze voll."
Tonfall
Liebevoll Ironisch
Wo man es sagt

Woher es kommt

Nu ist die mundartliche Kurzform von nun. Im Mitteldeutschen und besonders im Sächsischen ist die Form seit Langem belegt. Dort hat sie sich von der reinen Zeitangabe gelöst und funktioniert heute vor allem als Gesprächspartikel, die Stimmung, Einlenken, Zweifel oder kleinen Anschub im Satz mitträgt.

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