Was es bedeutet
Schaffe heißt im Schwäbischen einfach arbeiten. Klingt aber nicht neutral, sondern nach Anpacken, Pflicht und diesem kleinen inneren Motor, der sagt: erst wird was geschafft, dann kann man weiterreden. Hörst du in Stuttgart und im ganzen Schwabenland dauernd. Oft auch als knappe Absage, wenn jemand Freizeitpläne auspackt.
Verwendungsbeispiele
"— Kommst heit mit ins Kino, oder was? — Noi, i muss schaffe, gell. Des Häusle baut sich net von alloi und der Chef glotzt scho."
"Mei Vater schaffet seit vierzig Jahren bei Mercedes, der kennt jeden Schraubenzieher in der Halle."
"Ich muss heut noch schaffe gehen, sonst krieg ich den Bericht für morgen nicht fertig."
"Heut isch Samstag und der hockt trotzdem in dr Werkstatt und schafft, als gäb's an Pokal fürs Rackern."
"Lass mi kurz, i bin no am schaffe. Wenn des rum isch, hocka mr uns auf a Feierabendbierle."
Woher es kommt
Schaffe ist die schwäbische Dialektform von schaffen im Sinn von arbeiten. Das auslautende -en wird im Alemannisch-Schwäbischen oft zu einem schlichten -e runtergezogen. Dadurch klingt das Wort sofort nach Alltag, Werkbank und Pflichtprogramm und wurde über die Jahre fast zu einem kleinen Sprachwappen fürs Schwabenland.
Dieser Ausdruck erscheint auch in