Was es bedeutet
Teigtaschen mit Fleisch, Spinat oder was halt grad da isch, in Brühe oder angebraten. Maultascha sagt man im Schwäbischen gern zu einer einzelnen Maultasche, dem Soulfood schlechthin. Der Legende nach haben Mönche das Fleisch in der Fastenzeit im Teig versteckt, drum auch der Spitzname Herrgottsbscheißerle. Passt perfekt zu Kartoffelsalat und sorgt sofort für Heimspiel-Feeling. Und wenn’s schnell gehen muss, kommen die ausm Kühlregal, aber Oma macht’s natürlich besser.
Verwendungsbeispiele
"Im Vereinsheim: Gib mir no zwoi Maultascha, i hab seit morga nix g’scheits g’essa, ond dr Kartoffelsalat isch au brutal guat, gell."
"Am Karfreitag gibt's bei der Oma Maultascha in der Brüh, und mei Bruder langt zu, als hätt er drei Tag nix gessa."
"Heut gibt's gschmälzte Maultascha mit Zwieble drüber, da isch bei mir sofort Feierabend im Kopf und Heimat im Bauch."
"Wenn no a Maultascha übrig isch, brat i se morga in dr Pfann aa. Kalt werd bei uns so was net alt."
Woher es kommt
Maultasche ist die hochdeutsche Form, Maultascha die schwäbische. Verbreitet ist die Deutung, dass der Name von Maul plus Tasche kommt, also bildlich eine Tasche fürs Maul. Fest zur schwäbischen Küchentradition gehört auch der Beiname Herrgottsbscheißerle wegen der Fastenlegende mit im Teig verstecktem Fleisch.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in