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Was es bedeutet

Ein Knödel ist die runde Sättigungsgranate aus Teig, Brot oder Kartoffeln, die in Bayern und Österreich fast schon Küchenreligion ist. Zum Braten, zur Soß, süß mit Powidl oder ganz schlicht als Beilagenkugel mit Bauchfrieden. Im Norden sagt man eher Kloß, im Süden halt Knödel. Und wenn einer keinen mag, traut man ihm bei Soße nur halb.

Verwendungsbeispiele

"Was gibt’s zum Schweinsbraten? Knödel, freilich. Wie viele? Ja. Der Onkel tunkt schon den ersten in die Soß’ und behauptet, das sei gesunde Beilage."
"Mei Oma macht die besten Semmelknödel vom Salzkammergut, sie weicht das altbackene Brot vom Bäcker des Dorfes in warmer Milch aus dem Kühlschrank ein, fügt drei Eier und Petersilie aus dem eigenen Garten hinzu, und die Knödel kommen runder aus dem Topf als die Tennisbälle des Kindersportclubs."
"Bei der Familienfeier in der Berghütte am Wilden Kaiser in Tirol gab es Erdäpfelknödel mit Rinderragout, sieben Knödel pro Teller, eine Schüssel Soße in der Mitte des langen Holztischs, und der Schwiegervater hat zum Schluss noch einmal zwei zusätzliche Knödel von der Restplatte mitgenommen mit einem Seufzer der Zufriedenheit."
"I hob nur an kleinen Hunger g'habt und dann san's doch wieder drei Knödel worn. Die Dinger reden direkt mit der Soß."
"Ohne Knödel is des doch bloß a trauriger Braten mit nasser Umgebung. Pack her die Schüssel."
Tonfall
Witzig Bewundernd Ausgelassen

Woher es kommt

Knödel hängt mit mittelhochdeutsch knode zusammen, also Knoten oder verdickte Masse. Das passt ziemlich sauber zur kompakten, runden Form. Im süddeutschen und österreichischen Raum ist das Wort seit langem belegt. Verwandt ist Knoten, während sich weiter nördlich eher Kloß aus einem anderen Wortstamm festgesetzt hat.

Andere Arten, es zu sagen

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