Stimmen von der Straße
"Slangwort Glotze. Bedeutet Fernseher. Beispiel. Mach die Glotze an, aber sofort."
Was es bedeutet
Heißt einfach Fernseher, oft mit einem Hauch von Geringschätzung. Glotze hängt am Verb glotzen, also starren. Passt, wenn man planlos vorm Bildschirm klebt, zappt und sich berieseln lässt, statt rauszugehen. Trotzdem total alltagstauglich: vom WG-Zimmer bis zum Familienwohnzimmer steht irgendwo dieses leuchtende Rechteck. Sagt man auch, wenn das Ding nervt oder dauernd dudelt.
Verwendungsbeispiele
"Heute Abend? Ich häng vor der Glotze, zapp mich durch und penne auf der Couch weg, weil wieder alles gleich aussieht."
"Am verregneten Sonntag hingen wir vor der Glotze, zappten durch dreißig Sender und blieben am Ende bei einer Doku über Pinguine hängen."
"Kannst du die Glotze mal leiser machen? Ich hör seit zehn Minuten nur noch Gebrüll aus diesem Kasten."
"Der hat sich nach der Arbeit direkt vor die Glotze geflanscht und war für den Rest des Abends nicht mehr ansprechbar."
"Seit der neue Fernseher da ist, sitzt Tim jeden Abend vor der Glotze und tut so, als wär frische Luft abgeschafft worden."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Glotze kommt von glotzen, also stumpf oder auffällig starren. Das Wort gab’s im Deutschen schon länger erst fürs Gucken selbst und teils auch für die Augen. Später hat sich Glotze dann als umgangssprachlicher Name für den Fernseher festgesetzt, meist mit leicht genervtem oder spöttischem Klang.
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