Was es bedeutet
Heißt einfach Kreisverkehr, aber mit einem Augenzwinkern. Wer in Sachsen Karussell sagt, meint die runde Kreuzung, in der manche Leute gefühlt erstmal drei Ehrenrunden drehen, bis sie endlich rausfinden, wo’s langgeht. Das Wort passt, weil’s wie im Jahrmarkt klingt und genau dieses sinnlose Im-Kreis-Fahren auf den Punkt bringt, bei Nebel und Stress.
Verwendungsbeispiele
"— Nu, fahr ins Karussell rein und nimm die zweite Ausfahrt, sonst drehste hier ewig. — Ich dreh schon die dritte Runde, wie im Freizeitpark."
"Fahr am Karussell die zweite Ausfahrt raus, sonst drehst du noch eine Runde."
"Im Berufsverkehr steht man am Karussell und kommt gar nicht erst rein."
"Wenn de am Karussell die Ausfahrt verpasst, kannste gleich noch ne Bonusrunde mitnehmen."
"Vor mir ist einer im Karussell unterwegs gewesen, als würd er erst mal die ganze Anlage besichtigen."
Woher es kommt
Das Wort kommt ganz normal vom Karussell auf dem Jahrmarkt. Die übertragene Verwendung für den Kreisverkehr lebt vom Bild: reinfahren, im Kreis rumgurken, irgendwann wieder raus. In Sachsen sagt man das oft mit einem kleinen Grinsen, weil der Verkehrskreisel dann plötzlich nach Kirmes und Extrarunde klingt.
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