Stimmen von der Straße

Joshua · Deutschland
"Schwitzen heißt nervös sein. Ich stand vor meinem Vortrag und ich habe richtig geschwitzt, wie in einer Sauna. Hände kalt, Kopf leer, aber sobald ich angefangen habe zu reden, ging es plötzlich easy."

Was es bedeutet

Im Slang heißt schwitzen oft nicht einfach nur, dass dir warm ist, sondern dass du kurz vor irgendwas nervlich komplett auf Sendung bist. Hände feucht, Puls macht Techno, Kopf kurz im Funkloch. Sagt man vor Prüfungen, Referaten, Dates oder immer dann, wenn plötzlich alle Blicke auf dir parken.

Verwendungsbeispiele

"Kurz vorm Referat guck ich auf die Folien und merk nur, ich schwitz komplett, aber sobald ich losrede, läuft’s auf einmal."
"Vor dem mündlichen Abitur in Geschichte habe ich richtig geschwitzt, die Hände waren feucht, mein Mund war trocken, und der Geschichtslehrer hat mir den ersten Blick zugeworfen, der eindeutig sagte, kein Problem, ich auch."
"Mein Bruder schwitzt jedes Mal, wenn er die Schwiegereltern beim Sonntagskaffee abholt, schon eine Stunde vorher prüft er das Hemd, den Blumenstrauß, den Tankstand und die Aufzugknöpfe in der Wohnanlage in München-Bogenhausen."
"Ich hab vorm ersten Date so geschwitzt, ich hab fünfmal gecheckt, ob mein Shirt schon peinlich glänzt."
"Bruder, kurz bevor mein Name aufgerufen wurde, hab ich mies geschwitzt, und zwei Minuten später war wieder alles locker."

Etwas zu sagen?

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Tonfall
Witzig Übertrieben Jugendlich

Woher es kommt

Schwitzen ist ein ganz normales deutsches Verb und geht auf althochdeutsch swizzan zurück. Die übertragene Bedeutung für Nervosität ist schon lange im Gebrauch, weil Aufregung eben oft echten Schweiß auslöst. In Alltag und Jugendsprache heißt schwitzen deshalb oft einfach unter Druck stehen oder hart nervös sein.

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