Stimmen von der Straße
"Auf die Barrikaden gehen. Heißt, richtig laut protestieren, sich heftig beschweren oder Widerstand machen. Beispiel: Als die Miete schon wieder erhöht wurde, ist das ganze Haus auf die Barrikaden gegangen."
Was es bedeutet
Heißt: richtig laut werden, sich heftig beschweren, Widerstand machen. Nicht nur kurz meckern, sondern Alarm, Diskussion, Aktion. Das sagt man, wenn jemand so gar nicht einverstanden ist und das auch deutlich zeigt, im Haus, im Job oder in der Gruppe.
Verwendungsbeispiele
"Miete hoch und die Nachbarn gehen sofort auf die Barrikaden, Hausversammlung, WhatsApp brennt, Stimmung kocht."
"Als die Miete erhöht wurde, ging das ganze Haus auf die Barrikaden."
"Geh nicht gleich auf die Barrikaden, lass uns das in Ruhe besprechen."
"Wenn die Schule schon wieder die Klassenfahrt streicht, gehen die Eltern direkt auf die Barrikaden und machen im Chat richtig Rabatz."
"Ich hab nur gesagt, dass wir das Budget kürzen müssen, und zack, geht das halbe Team auf die Barrikaden."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Die Redewendung kommt aus den europäischen Aufständen und Revolutionen des 19. Jahrhunderts. Barrikaden waren provisorische Straßensperren, hinter denen Aufständische Stellung bezogen und Widerstand leisteten. Heute ist das natürlich bildlich gemeint. Wer auf die Barrikaden geht, macht laut Stress, protestiert offen und schluckt die Sache eben nicht still runter.
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