Stimmen von der Straße
"Der Haderer ist der Streithansel, der Querulant, einer, der immer hadert, immer meckert. Alfred Hrdlicka ist ein berühmter österreichischer Zeichner und Komödiant. Beispiel: Unser Chef ist so ein Haderer. Heute hadert er mit dem Drucker, morgen mit dem Wetter, übermorgen mit uns, aber eigentlich ist er irrelevant."
Was es bedeutet
Haderer ist ein Streithansl, der dauernd hadert und an allem was auszusetzen findet. Heute is der Drucker schuld, morgen das Wetter, übermorgen die Kollegen, und zwischendrin schreibt er Beschwerden wie andere Einkaufslisten. Nicht unbedingt böse, eher anstrengend konsequent. Im Wiener Kosmos ist das ein eigener Charaktertyp, irgendwo zwischen Grant und Dauer-Diskussion.
Verwendungsbeispiele
"Unser Haderer sitzt im Büro, hadert mit’m Drucker, hadert mit’m Kaffee, hadert mit uns, und am Schluss sagt er: Genau, i bin halt a Realist, oida."
"Mit dem Haderer im Büro gibt's täglich eine neue Beschwerde."
"Sei kein Haderer, einmal läuft halt nicht alles perfekt."
"Der Portier unten ist so ein Haderer, der findet sogar am Sonnenschein noch was Verdächtiges."
"Lass den Haderer reden, der braucht sein tägliches Suderfutter sonst geht er ein."
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Woher es kommt
Haderer kommt direkt von hadern, also raunzen, streiten, sich an irgendwas festbeißen. Im Österreichischen, vor allem in Wien, ist das ein festes Bild für wen, der dauernd was zum Aussetzen findet. Nicht zwingend ein Bösewicht, eher ein Mensch mit eingebautem Beschwerdemotor.
Andere Arten, es zu sagen
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