Was es bedeutet
Schwäbisches Pendant zum Wiener Zuagroasten: ein Reingeschmeckter ist einer, der von auswärts zugezogen ist und kein gebürtiger Einheimischer. Das schmecken spielt aufs kurze Reinschnuppern an, als hätte man bloß mal hereingekostet. Liebevoll-spöttisch gemeint, aber unmissverständlich: dazu gehören tust du als Reingeschmeckter nie so richtig.
Verwendungsbeispiele
"Auch nach zwanzig Jahren im Dorf bleibt er für die Alteingesessenen der Reingeschmeckte aus der Stadt."
"Als Reingeschmeckter kennt er die halben Bräuche im Dorf nicht."
"Nach zwanzig Jahren bist du hier immer noch der Reingeschmeckte."
"Im Flecka kannst no so lang wohnen, für manche bleibsch halt dr Reingeschmeckte."
"Klar kennt sie inzwischen jeden im Ort, aber beim Mostfest heißt's trotzdem noch: Die isch net von hier, die isch a Reingeschmeckte."
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Woher es kommt
Das Wort kommt aus dem Schwäbischen und hängt mit reinschmecken zusammen. Gemeint ist einer, der von draußen dazukommt und nur hineingeschmeckt hat, also nicht von hier aufgewachsen ist. Die Form Reingeschmeckter ist die hochdeutschere Variante von mundartlichem Reigschmeckter und wird meist halb spöttisch, halb neckisch benutzt.
Andere Arten, es zu sagen
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