Was es bedeutet
Ein Zugezogener, jemand, der nicht aus Stuttgart oder Schwaben stammt. Wörtlich etwa reingeschmeckt, also einer, der von außen reingeschneit ist. Klingt nicht bösartig, hat aber einen klaren Unterton: Du gehörst noch nicht richtig dazu. Erst nach ein paar Jahrzehnten und fließendem Schwäbisch darfst du dich als halber Einheimischer fühlen.
Verwendungsbeispiele
"Der Neue im Büro sagt Brötchen statt Weckle. Typisch Reigschmeckter, der braucht noch a paar Johr, bis er hier richtig angkomme isch."
"Als Reigschmeckter hat er Jahre gebraucht, bis ihn die Nachbarn richtig akzeptiert haben."
"Du bist doch Reigschmeckter, das Schwäbische klingt bei dir immer noch aufgesetzt."
"Bei dem hört man nach drei Sätzen, dass er koi Schwob isch. Reigschmeckter halt, aber ein netter."
"Sei ned beleidigt, du bisch halt no a Reigschmeckter. Warte mal ab, wenn du irgendwann selber Weckle statt Brötchen sagst."
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Woher es kommt
Reigschmeckter ist schwäbische Mundart und gehört zu reingeschmeckt. Gemeint ist jemand, der von außen dazukommt und halt nicht von hier ist. Das Wort wird in Stuttgart und im schwäbischen Raum seit langem halb neckisch, halb abgrenzend benutzt für Zugezogene, die kulturell noch nicht ganz im Heimatkessel angekommen sind.
Andere Arten, es zu sagen
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