Was es bedeutet

Ein kleiner Hocker oder Schemel, auf dem man gerade so sitzen kann. Die Hitsche steht in sächsischen Küchen, Werkstätten und Gärten rum und wird rausgeholt, wenn ein Gast kommt und kein Stuhl mehr frei ist. Klein, wackelig, aber reicht. Typisch für die sächsische Improvisation: Was da ist, wird genutzt.

Verwendungsbeispiele

"Setz disch uff de Hitsche in de Ecke, ich hol dir en Kaffee. Ja, die wackelt e bissel, aber des hält schon. Bin isch ja auch nicht dran kaputtgeganga."
"Nu nimm dir eben die Hitsche, die guten Stühle sind alle schon besetzt."
"In dr Werkstatt steht noch so ne alte Hitsche rum, uff der kannste dich kurz niederfalten."
"Stell die Hitsche mal ans Beet, ich muss mich kurz hinfläzen, sonst meckern mir die Knie die ganze Oper vor."
"Für Opa reicht die Hitsche völlig, der sitzt da drauf wie'n König auf Notbesetzung."

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Tonfall
Liebevoll Witzig Zärtlich

Woher es kommt

Hitsche ist ein altes sächsisches Dialektwort für einen kleinen Schemel oder Hocker. Es gehört zur Wortfamilie von hocken und wird mit mitteldeutschen Formen wie hutzen verbunden. Belegt ist es im ostmitteldeutschen Raum schon länger, und in Sachsen läuft das Wort bis heute noch ziemlich lebendig durch Alltag, Küche und Werkstatt.

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