Was es bedeutet
Ein Käpsele ist einer, der’s im Köpfle hat: ein pfiffiger Schlauberger, oft liebevoll für Kinder oder Azubis, die schneller schalten als der Rest. Das Wort kommt vom schwäbischen Käpfle, also dem Kopf im Mini-Format, und klingt deshalb gleich nach Kompliment mit Augenzwinkern. Passt perfekt, wenn jemand mit einer cleveren Lösung um die Ecke kommt.
Verwendungsbeispiele
"— Hosch gseh heut? D’Lena hat des Matheblatt in fünf Minute g’macht und no Zeit zum Keksle-esse. — So a Käpsele, echt, gell!"
"Unser Azubi ist ein echtes Käpsele, hat den Fehler im Code gefunden, bevor der Chef die Frage zu Ende stellte."
"So ein Käpsele, kaum erklärt und sie baut den Schrank ohne Anleitung schneller zusammen als ich lesen kann."
"Der kleine Ben isch schon wieder ans Regal nauf und hat selber rausgefunden, wo die Batterien liegen. So ein Käpsele."
"Frag net, unsere Praktikantin hat das Chaos im System in zehn Minuten sortiert. Des Mädel isch echt ein Käpsele."
Woher es kommt
Käpsele ist schwäbisch und hängt mit Käpfle zusammen, also der dialektalen Verkleinerungsform von Kopf. Gemeint ist wörtlich ein kleines Köpfchen und daraus wurde dann liebevoll jemand, der besonders pfiffig und schnell im Denken ist. Das Diminutiv mit -le ist dabei ganz typisch für den schwäbischen Klangraum.
Andere Arten, es zu sagen
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