Was es bedeutet
Ein Potschamper ist der klassische Nachttopf, also der Pisspott unterm Bett, bevor’s ’ne ordentliche Toilette gab. Im Sächsischen klingt das Wort schon wie das, was danach riecht. Heute sagt man’s oft spöttisch als Schimpfwort für jemanden, der nur rumsteht, müffelt oder nix auf die Kette kriegt. Manchmal meint’s auch einfach ein dreckiges Gefäß.
Verwendungsbeispiele
"— Nu, der Kevin hilft wieder nich mit und sitzt bloß da. — Lass, der is’n richtjer Potschamper: steht rum, stinkt und macht keenen Meter."
"Steh nicht rum wie ein Potschamper, pack mit an!"
"Der alte Potschamper im Hausflur stinkt schon wieder nach altem Bier."
"Nu gugge dir den Potschamper mal an, hängt seit ner Stunde an der Wand und kriegt nich mal die Kiste hoch."
"Räum den alten Potschamper da hinten weg, ehe uns die ganze Bude noch vollmüffelt."
Woher es kommt
Das Wort geht auf französisch pot de chambre zurück, also den Nachttopf fürs Schlafzimmer. Im Sächsischen wurde daraus lautlich Potschamper. Erst war damit wirklich der Pisspott gemeint, später auch spöttisch ein Mensch, der nutzlos rumsteht, mieft oder einfach ein räudiges Bild abgibt.
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