Was es bedeutet
Weckle ist einfach das schwäbische Wort für Brötchen, vor allem rund um Stuttgart und generell in Schwaben. Das -le macht die Sache klein und heimelig, aber im Alltag sagt das echt jeder ganz normal. Wenn jemand morgens schnell zum Bäcker flitzt, holt er halt Weckle und keine Semmeln oder Schrippen. Klingt nach Frühstück, Bäckertüte und einer kleinen Portion Lokalstolz.
Verwendungsbeispiele
"Holsch mir zwoi Weckle vom Bäcker? Aber die knusprige, net die von geschdern. Und bring Gsälz mit, die Erdbeer isch aus."
"Beim Bäcker an der Königstraße in Stuttgart hole ich zwei Weckle für das Frühstück, eins mit Sesam für mich, eins mit Mohn für die Mama, und einen schwäbischen Apfelkuchen extra."
"Die Bäckerei in Tübingen verkauft ihre Weckle ab fünf Uhr morgens, ich hole sie auf dem Weg zur Universität, und die Verkäuferin kennt meine Bestellung seit zwei Jahren auswendig."
"I hol no schnell a paar Weckle, sonst hockt dr ganze Tisch nachher bloß vor dr leera Butterdose."
"Für mi oins mit Körnern und für di a normales Weckle, gell, und bloß koi labbrigs Zeug."
Woher es kommt
Weckle ist die schwäbische Verkleinerungsform von Weck. Weck ist ein älteres südwestdeutsches Wort für ein Brötchen oder kleines Gebäck. Das typische schwäbische -le macht daraus das kleine, alltägliche Weckle. Sprachlich sitzt das also sauber im alemannisch-schwäbischen Dialektraum und ist kein neues Fantasiewort.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in