Was es bedeutet
Sagt man in Wien und auch sonst in Österreich, wenn dir wer eine Story auftischt, die komplett unglaubwürdig, wild aufgeblasen oder herrlich deppert klingt. Kann ein halb liebevolles Abwinken sein oder ein schmähiger Hinweis darauf, dass da grad einer ordentlich dazudichtet.
Verwendungsbeispiele
"— Der Sepp schwört, er hat um drei in der Früh mit’m Fiaker geredet, der ihm Lottozahlen gflüstert hat. — Oida, bsoffene Gschicht!"
"Wie sie sich kennengelernt haben, ist eine echte bsoffene Gschicht, die keiner so ganz nüchtern nacherzählen kann."
"Heast, erzähl ma nix, das mit dem Ufo hinterm Gürtel is ja wohl eine bsoffene Gschicht."
"Der Toni hat wieder so eine bsoffene Gschicht druckt, und am Tisch haben schon alle nur mehr gegrinst."
"Heast, dass der Hansi angeblich mit ana Watschn den Bankomaten repariert hat, is ja wohl a bsoffene Gschicht."
Woher es kommt
Das kommt direkt aus dem Wienerischen. Bsoffen ist die Dialektform von besoffen, Gschicht heißt Geschichte. Gemeint ist also eine Erzählung, die so wirr, übertrieben oder unglaubwürdig daherkommt, als wär sie nur im Rausch entstanden oder am Tag danach mit sehr lockerem Erinnerungsmanagement nacherzählt worden.
Dieser Ausdruck erscheint auch in